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Endlich so wie überall?!
Neue dokumentarische Bilder des Ruhrgebiets

30. Juni– 01. Juli 2004, Essen
   
Vom Strukturwandel des Ruhrgebiets ist seit Jahrzehnten die Rede. Auf der Ebene der Bilder herrscht dagegen eine Art Stillstand. Die prägende Ikonographie von Zechentürmen, Hochöfen und Werkssiedlungen ist nur mühsam zu ändern. Sie wird verlängert und positiv gewertet in Freizeit- und Tourismuskonzepten, die die Unverwechselbarkeit des Ruhrgebiets zur Kulisse von Kultur und Konsum machen.

Der Dokumentarfilm hat seit den 60er Jahren den Wandel im Ruhrgebiet filmisch abgebildet. Er hat — und das ist seine historische Leistung — die Folgen des Strukturwandels für die Menschen zum Thema gemacht, den Film für ihre Sichtweisen geöffnet, die vielfältigen sozialen und landschaftlichen Verwerfungen dokumentiert.

Leitfrage des Symposiums ist, inwiefern der Dokumentarfilm in der Lage ist, auch den neuen Entwicklungen im Ruhrgebiet prägende Bilder abzugewinnen. Was sind erkennbare Bilder der Region? Gibt es sie überhaupt noch? Was wäre der spezifische Beitrag der dokumentarischen Arbeitsweise? Wie ist die Konjunktur der Menschen des Reviers in den Produktionen von Doku-Soaps etwa des WDR oder von SAT1 zu erklären?

Zu diesen und weiteren Fragen führt das Symposium verschiedene Bilderproduzenten zusammen: den WDR mit seiner regionalen und überregionalen Berichterstattung und seinen Filmen über das Ruhrgebiet sowie die Filmstiftung NRW, die in ihrer Filmförderung dem Bild des Ruhrgebiets besondere Aufmerksamkeit widmet. Weiterhin werden DokumentarfilmerInnen ihre früheren und aktuellen Filme kommentieren, Kommunen und Unternehmen ihre Bildstrategien erläutern, die im Ruhrgebiet ansässigen Film- und Kamerastudiengänge die Bilder der Studierenden vorstellen. Zur Leitfrage äußern sich Historiker, Fotografen (die bereits 1987 in einem Bildband der Kulturstiftung Ruhr mit gleichem Titel die visuelle Unverwechselbarkeit des Reviers zum Thema machten) und Medienfachleute.


Veranstaltungsort:
Kino SABU in der Lichtburg,
Essen, Kettwiger Straße 36

Veranstaltungszeit:
Mi. 30. Juni 2004, 11.00 bis 21.00 Uhr
(Anmeldung ab 10.30 Uhr) und
Do. 01. Juli 2004, 09.00 bis 20.00 Uhr

Kontakt und weitere Informationen:
Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW
Petra Schmitz
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 


Veranstaltet von der Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW und dem WDR, gefördert vom Land NRW und dem Kulturbetrieb Mülheim an der Ruhr, in Kooperation mit der Kindemathek im Ruhrgebiet, Blicke aus dem Ruhrgebiet, Lichtburg, Essen, Fachhochschule Dortmund, Universität Duisburg Essen, Filmstiftung NRW, Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher und der Industriedenkmal-Stiftung.


 

Veranstaltungsankündigung

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12 x Dokumentarfilm für Kölner Schulklassen
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im Kino Filmpalette, Lübecker Straße 15, 50668 Köln (Haltestelle U- und S-Bahn Hansaring / U-Bahn Ebertplatz)

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Das DOKFENSTER KÖLN öffnet innerhalb des Kinderfilmfests CINEPÄNZ wieder ein Fenster mit dokumentarischen Filmen und lädt Kölner Schulklassen ins Kino ein.

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Neuerscheinung Band 20,
Texte zum Dokumentarfilm

Sichtbar machen.
Politiken des Dokumentarfilms

 

"Der Film zeigt nicht nur Bilder, er umgibt sie auch mit einer Welt." Gilles Deleuze zufolge zeigt sich das Verhältnis von Bild und Welt vielgestaltig. Dieser Heterogenität entsprechend lassen sich die dokumentarischen Formen des Sichtbarmachens deuten. Zum Kernbestand dokumentarischer Ästhetik wie dokumentarischer Politik gehört es, Aufmerksamkeit dorthin zu lenken, wo sie zuvor fehlte.

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Audio-Dokumentation

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Neben dem Abschlussbericht dokumentieren wir das dfi-Symposium zum NRW-Filmerbe mit Tonaufnahmen der Vorträge und Panels.

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