Dokumentarische Verfahren in der Kunst

19. – 21. Oktober 2012
Aula der Kunsthochschule für Medien (KHM), Filzengraben 2, Köln

Die Pressestimmen und die Audiodokumentation einiger Vorträge und Gespräche sind online.

Etwa seit Mitte der 90er Jahre haben audio-visuelle dokumentarische Verfahren auch in der bildenden Kunst, der Medienkunst, im Museum und Ausstellungsraum Verbreitung gefunden.

© Matthias Wermke / Mischa Leinkauf: One more Step to the Top of the City (2011)Themen waren dabei von Anfang an die Auseinandersetzung mit Formen der Erinnerung, das Interesse an privaten und kollektiven Archiven sowie an Geschichte als Fiktionalisierung von Dokumenten ebenso wie die visuelle Darstellung von anderen Zeit- und Raumwahrnehmungen.

Filmemacher, die offene dokumentarische, essayistische oder experimentelle Formen bevorzugen, werden seitdem von der Kunstwelt gewürdigt und von einer größeren Öffentlichkeit wahrgenommen. Namen wie Harun Farocki oder Chantal Akerman stehen für die Hinwendung von dokumentarisch arbeitenden Filmemacher/innen zur Kunst. 

Nach der digitalen Revolution überquert inzwischen auch eine jüngere Generation von Filmschaffenden selbstverständlich die fluide gewordenen Grenzen zwischen Kino/Fernsehen, Festival und Ausstellungsraum/Museum. 

Das Symposium der Dokumentarfilminitiative und der interdisziplinär ausbildenden Kunsthochschule für Medien stellt indes Fragen an diese Entgrenzung. In Gesprächen mit den eingeladenen Künstler/innen, anhand ihrer Filme und Werke, und in Vorträgen wird folgendes untersucht:

© Philipp Hamann: Hoffentlich. Ja. Mehr als. Sonst (2009)

Welche Transformationen erfährt die dokumentarische Arbeitsweise beim Übertritt von dem einen in den anderen Kontext?
Wie wirken sich die Entscheidungen für eine Präsentationsform auf die Herstellung dokumentarischer Werke aus, auf die Sammlung des Materials, seine Dramaturgie und Gestaltung?
Welche spezifischen Bedingungen formulieren zeitbasierte dokumentarische Arbeiten an den Ausstellungsraum und welche Vermittlungskonzepte haben Kuratoren, wenn sie dokumentarisch generierte Werke präsentieren?
Welche Funktionen haben jeweils Dokument und Zeugenschaft und wie wird mit found footage in diesem Zusammenhang gearbeitet?
Welche Realitätskonzepte zeigen sich in den verschiedenen Bereichen?
Wie gestalten sich die Strukturen der Distribution im Kino- bzw. Kunstbereich und wie die Arbeitszusammenhänge?

Teilnehmer u. a.:
Christa Blümlinger, Phil Collins, Barbara Engelbach, Luke Fowler, Ulrike Franke/Michael Loeken, Philipp Hamann, Dietrich Leder, Mischa Leinkauf, Katrin Mundt, Marcel Odenbach, Stefanie Schulte Strathaus, Fiona Tan.

Veranstaltungstage
Freitag, 19. Okt.       14.00 – 20.00 Uhr
Samstag, 20. Okt.     10.00 – 20.00 Uhr
Sonntag, 21. Okt.      10.00 – 15.00 Uhr

Veranstaltungsgebühr
30 Euro für drei Tage (ermäßigt 20 Euro)
Anmeldungen leider nicht mehr möglich

 

Veranstaltet von

 

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in Kooperation mit

 

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gefördert von

 

Ministerium für Jugend, Familie, Kinder, Kultur und Sport NRW

 

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Tags: Themen: Dokumentarische Verfahren in der Kunst Veranstaltungsart: Symposien Schlagwort: Installation Schlagwort: Kunst Schlagwort: Medienkunst