Filmliste zur Tagung „Dokumentarfilm und Politik – Politiken des Dokumentarfilms“

Standard Operating Procedure

USA 2008, R: Errol Morris, 118 min
Termin: 14.10., 16 Uhr, Filmhaus Köln

Standard Operating ProcedureKann ein Foto die Welt verändern? Zwölf Fotos aus dem Gefängnis Abu Ghraib in Baghdad haben 2004 dem Irak-Krieg eine neue Wendung gegeben und vor allem das Bild Amerikas in der Welt ins Wanken gebracht. Doch eine zentrale Frage bleibt: Sind die berüchtigten Fotos aus Abu Ghraib Beweise für eine systematische Folterpraxis des amerikanischen Militärs, oder dokumentieren sie nur das Verhalten einiger weniger schwarzer Schafe. In Standard Operating Procedure untersucht der vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilmer Errol Morris (The Fog of War, u.a.) den unmittelbaren Kontext dieser Bilder und ihre manipulative Kraft. Warum wurden sie gemacht? Was zeigen sie nicht, was lassen sie aus? Morris spricht sowohl mit den Soldaten, die damals auf den Auslöser gedrückt haben als auch mit denen, die auf den Fotos zu sehen sind. Wer sind diese Menschen? Was haben sie sich dabei gedacht? Viele Journalisten haben nach den unwiderlegbaren Beweisen für Abu Ghraibs Folterskandal gesucht. Standard Operating Procedure zeigt auf, dass Abu Ghraib selbst der Beweis ist. Die grundlegenden Fragen allerdings sind: Wie konnten amerikanische Werte so blossgestellt werden? Wie konnte es zu Abu Ghraib und der anschließenden Vertuschung des Folterskandals überhaupt kommen?

Pressestimmen:
Die Zeit
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Der Spiegel
taz
Planet Interview
Tags: Themen: Politik im Dokumentarfilm Veranstaltungsart: Symposien Schlagwort: Politischer Dok.-Film Schlagwort: Videobewegung