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Sprache und Sprechen im Dokumentarfilm

18. – 20. September 2008 (Köln)

Dokumentation

DIE KRAFT DER SCHALLWELLE
Eine Einführung zum Kurzfilmprogramm des Symposiums

von Rainer Komers

pdf Die Kraft der Schallwelle


Im Film wird nicht erzählt, sondern g e z e i g t. (Victor Borisovič Šklovskij)

Von Anfang an gibt es Sprache im Film: in Form von Titeln, Zwischentiteln. Im Stummfilm sprechen die Schauspieler Dialoge während der Aufnahme, um sich in eine Szene hineinzufühlen. Der Tonfilm verführt dazu, das Zeigen durch Deklamieren zu ersetzen. Chaplin spricht nicht, er bewegt sich. Der Film gerät in eine permanente Krise, die er nur filmisch bewältigen kann.
Alfred Polgar notiert 1929 in der „Weltbühne“:
Die beispiellose Beredsamkeit des Films verstummt, wenn seine Stummheit endet, Schallwelle, die hier sich dreinmengt, verstärkt nicht, sondern bricht die Kraft der Lichtwelle … alles wird lahm, wenn sich an die Schwingen der optischen Phantasie das Gewicht der Klang-Realität hängt.

Dieser Trend verstärkt sich durch die Einführung mobiler Kameras mit synchroner Tonaufnahme, mit deren Hilfe Dialoge und Handlungen wie im richtigen Leben aufgezeichnet werden können. Auf den geschriebenen und gesprochenen Text, der
noch die Wochenschau, den Kultur- und Reisefilm beherrschte, kann jetzt verzichtet werden. Die Poesie im Film, die Ratio für das Irrationale der bewegten Schattenbilder (Polgar), wird tendenziell ersetzt durch Authentizität, hergestellt durch Dialoge. Klaus Wildenhahn: Ohne den Ton läuft das Bild ins Leere. Das Fernsehen mit seinem Heißhunger auf schnell produzierte Ware gebiert das Gespenst der talking heads. In den Redaktionen sitzen zunehmend Designer, die ‚Formate’ kreieren und Autoren
mit eigener Handschrift überflüssig machen. Als Gegenreaktion besinnen sich Dokumentarfilmer auf Erzählformen des Kinos und des Essays oder orientieren sich an der Medienkunst. Fernsehspezifische Begriffe wie Interview und Kommentar
werden gemieden. Stattdessen heißt es Gespräch und Autorentext. Geblieben ist jedoch die permanente Krise, die aufs Engste verknüpft ist mit der Verwendung und Anwendung von Sprache: ist sie ein Werkzeug zur Vermittlung von Authentizität und Information (für den Zuschauer zuhause vor dem Bildschirm)? Oder dient sie dazu, die poetische Kraft der Lichtwelle zu verstärken (für die Zuschauer im Dunkel des Kinosaals)?

Die Spannbreite sprachlicher Formen reicht von Karmakars nachgestellter Rede in „Das Himmler- Projekt“ bis zu Depardon’s cinéma direct - Dialogen in „San Clemente“, von Amar Kanwar’s vorformuliertem Essay-Text in „A Season Outside“
bis zu Anna Bergers frei gesprochenem Monolog in „O.T.“. Und, last but not least, der Kommentar oder Autorentext, der die Zeit- und Raumsprünge der Szenen, Sequenzen und Kapitel einleitet, verbindet, abschließt: welche Qualitäten braucht ein
solcher Text, um die Kraft der Lichtwelle zu verstärken statt sie zu brechen? Und, wer spricht den Text? Der Autor, der es am authentischsten macht, aber keine Sprechausbildung hat? Der professionelle Sprecher, der ihn künstlich und unpersönlich, aber konsumierbar macht?
Der mittellange und lange Dokumentarfilm ist – anders als im früheren Ostblock, wo er fürs Kino produziert wurde – aufs Engste mit der Fernsehpublizistik und ihrer Tendenz zu ‚sendbaren’ Formen und Inhalten verbunden. Der dokumentarische
Kurzfilm, der nur in Ausnahmefällen fürs Fernsehen produziert wird, ist experimentierfreudiger – auch in der Verwendung sprachlichen Materials, das er häufig nicht als O-Ton und Kommentar, sondern in mannigfachen Formen als Off-Ton verwendet. Ihr gemeinsamer und längst historischer Vorfahr ist der Vorfilm im Kino. Regisseure wie Alain Resnais, Krzysztof Kieślowski und Michelangelo Antonioni haben zu Beginn ihrer Laufbahn dokumentarische Kurzfilme gedreht.

Der Text des Antonioni-Kurzfilms „N.U. (Netezza Urbana)“ von 1948, der 2007 auf der Filmwoche in Duisburg gezeigt wurde, dient beispielhaft – gerade durch seine eigenständige poetische Dimension – der Magie und assoziativen Montage des bewegten Bildes:

Sprecher: Im Laufe eines Tages kommen viele Personen, viele Dinge and Tätigkeiten miteinander in Berührung, die als gewohnt and bekannt erscheinen, von denen man tatsächlich aber kaum etwas weiß. Nur das Wenige ist bekannt, das im
direkten Kontakt mit den Interessen und dem Leben eines jeden von uns steht. Alles andere ist uns fremd. Wer sind und wie leben die Straßenkehrer, diese ergebenen and stillen Arbeiter, die niemand eines Blickes oder eines Wortes würdigt, und die
uns scheinbar nichts angehen. Die Straßenkehrer gehören zur Stadt wie unbelebtes Inventar. Dennoch hat keiner mehr als sie Anteil am städtischen Leben. Mit welchen Augen werden wir sie sehen? Ihre Arbeit hat bereits begonnen, wenn die Stadt in der Früh erwacht.

…und 43 Jahre später: „Smells Like Teen Spirit“ von Nirvana, Text von Kurt Cobain, 2007 neu eingespielt und gesungen von Patti Smith & Band, zu hören in einem auf Super 8 gedrehten Film von Jem Cohen (Kurzfilmtage Oberhausen 2008). Die erste
Strophe und der Refrain:

These tears I've cried with the lights out it's less dangerous
I've cried 1000 oceans here we are now entertain us
and if it seems I'm I feel stupid and contagious
load up on guns and here we are now entertain us
bring your friends a mulatto
it's fun to lose an albino
and to pretend a mosquito
she's over bored my libido
and self assured yeah
oh no, I know
a dirty word

hello hello hello hello...

 

Die Sprache.

a + b leuchten im Klee.
Blumen am Rande des Feldes.
die Sprache.-
die Sprache ist dem Tier verfallen.
und mutet im a des Lautes.
das c zischt nur so umher und
ist auch kurz dann sein
Gewehr.

Ernst Herbeck (Alexander)


Sprachgitter

Augenrund zwischen den Stäben.

Flimmertier Lid
rudert nach oben,
gibt einen Blick frei.

Iris, Schwimmerin, traumlos und trüb:
der Himmel, herzgrau, muss nah sein.

Schräg, in der eisernen Tülle,
der blakende Span.
Am Lichtsinn
errätst du die Seele.

(Wär ich wie du. Wärst du wie ich.
Standen wir nicht
unter einem Passat?
Wir sind Fremde.)

Die Fliesen. Darauf,
dicht beieinander, die beiden
herzgrauen Lachen:
zwei
Mundvoll Schweigen.

Paul Celan

 

THREE POEMS BY SPOON JACKSON


Spoon Jackson is an inmate at the California Men's Colony in San Luis Obispo.
Following a depression in 1986, he realized he needed something new in his life. He
signed up for a class in poetry. Since that time he has produced short stories and
plays in addition to poems. He has been published in numerous magazines and
journals, including the Tule Review and Essence.
www.spoonjackson.com

 

Schools

I think of the Children
of Angola
given no fresh water
but sold Coca Cola

Kids killing kids in schools
out of loneliness, out of despair
out of wanting the spotlight there
who feels sad, it’s not cool

Yes, it’s sad, it’s not cool
the schools being shut up
in America
not many just a couple now and then

In Angola soldiers kill
not only with guns but with spears,
axes, swords and machetes
children dying of thirst
and of aids is worst

I think of the children
of Angola
given no fresh water
but sold Coca Cola

Children not seen on American TV
too busy following some celebrity
too busy chasing some fucking
politician getting his fuck on
too busy filming someone pulling
a dog from a lane or cat from a tree

Too fucking busy to see that many
of the Angolan soldiers are children
forced to kill over and over again
some before the age ten
sometimes their own moms and dads
children dying of thirst
and of aids is worst

I think of the children
of Angola
given no fresh water
but sold Coca Cola

I think of the children
of Angola
given no fresh water
but sold Coca Cola

Who feels sad, it’s not cool
American kids gone mad in school
who feels sad for the Asian kids
enslaved and sold in the sex shops and
sweet shops across this golden land
when is fucking enough’s enough?

What good is the media
when it stops no war, touches no souls
and glorifies killing?
What good is the media
when it goes into the Congo, Rwanda,
Kosovo, Ethiopia and Cambodia only to
film the dead

Hiding under tables
does not work against bombs
that burns the night
Hell no, it’s not cool to kill
to have young kids
not much bigger than their
smile killing
children dying of thirst
and of aids is worst

I think of the children
of Angola
given no fresh water
but sold Coca Cola

I think of the children
of Angola
given no fresh water
but sold Coca Cola

 

Pot-Belly Stove

The old round tin tub
That lay next to the pot-belly stove
Where mother washed our clothes and bodies
Has long since rusted.

Father stays at home now
But he didn't when Mother was there.

I stood by the phone, thinking of football--
A voice inside told me to call home.

My father answered the phone.
We haven't spoken in thirteen years.
His voice was not as strong as I remembered,
And the two or three minute talk, the longest ever.

I am not the boy he knew then. I am not the boy
I knew then.

He is not the father I feared years ago.
He is not the father I hated
When I saw him out with girls my age, leaving
Mother at home.

Today I forgave him.
I don't hate him anymore.
He is old now and dying.
It was the last chance to hear each other.

He hurries and hands the phone to my brother
Who speaks of the end of a relationship.
Love's fall-out--its fall from grace.

I say, "There are ten women to each man."
He sighs and says, "I just don't want any woman
. . . I am particular."

 

Heart of the High Desert

Lying here on this bunk
my mind drifts and dreams
within itself searching for a poem
Ocean winds, gentle breezes
find their way through the bars

Through the bars a sparrow sings
and it’s melliflous melody
is all about love

Ninety degrees hotter I’d be warm
The wildflower takes its first breath
of air after a generous rainfall
the night before

I grew up in the Mojave
in a small desert town in the heart
of the high desert
the only place I’d been
until they brought me here

I stood on Crocks Street
looked at the purple and red clay mountains
that surrounded me
they appeared to be the whole world
How naive was I

I was nineteen when I got busted
that same day I have signed
up for the marines
I wanted to see the world

They took me to a cell
off to myself on the corner
I couldn’t see but I heard the sounds
of those football games I had been to
my whole life in that town

My nephew Robert Jr. Wrote
he said he remembered me I taught him
to whistle, to drive
he said: ”Dear Uncle Stanley…”

Stringing memories that had been lost
frowns of the face, sadness of the heart
Every wrinkle on my face
is but a harbinger of joy
fighting to overtake the sadness
of the heart

 

SMELLS LIKE TEEN SPIRIT

Words & Music by Kurt Cobain ~ Nirvana
as performed by Patti Smith

These tears I've cried
I've cried 1000 oceans
and if it seems I'm
load up on guns and
bring your friends
it's fun to lose
and to pretend
she's over bored
and self assured
oh no, I know
a dirty word

hello hello hello hello...

with the lights out it's less dangerous
here we are now entertain us
I feel stupid and contagious
here we are now entertain us
a mulatto
an albino
a mosquito
my libido
yeah

I'm worse at what I do best
and for this gift I feel blessed
our little group has always been
and always will until the end
hello hello hello hello...
With the lights out it's less dangerous
here we are now entertain us
I feel stupid and contagious
here we are now entertain us
a mulatto
an albino
a mosquito
my libido
yeah

And I forget
just why I taste
oh yeah, I guess it makes me smile
I found it hard
it was hard to find
oh well, whatever
nevermind

hello hello hello hello...

With the lights out it's less dangerous
here we are now entertain us
I feel stupid and contagious
here we are now entertain us
a mulatto
an albino
a mosquito
my libido
yeah, a denial
a denial
a denial…

 

Dialogliste
Falling Out
Michael Brown, Neuseeland, 2004

Schau mal, wer da ist! Wie geht’s ihm? Wer hat dich denn gefragt, Kumpel? Meine Güte, dann erzähl uns mal... wie geht’s dir? Schön dich zu sehen... Na los, weiter weiter.... Wieso haben wir eigentlich nie etwas von dir gehört, hm? Was ist los...
Nee, nicht nachgedacht.

Pause

Verdammt, ja... was hat sich verändert, die schlechten alten Tag, sie waren großartig! Du... meinst ... die alte Villa unten an der Gloucester Straße, nicht? Fettes Grundstück, richtig schön. Nun ja, reiß es ab!

Pause

Bunting, der Arsch... ach... der Typ hat ein Vermögen gemacht... Goldmine... hatte tolle Pläne... ach du...? Ja... nein, nein, ist in Ordnung. Na los... Ziemlich glücklich solange er nichts weiß... Na los, was gibt’s da... wir kümmern uns drum, nicht? Ordnung und all das... halten alles am Laufen, nicht. Das ist doch ganz nett von uns. Ja! Probier’s mal... Wer waren diese Clowns...? Ja, richtig! Verloren... Fluss... seltsam... Nicht da lang!... Nein! Worum ging es...? So eine verdammte Scheiße. Meine Güte! Im Graben gelandet, bis zum
Hals in Disteln... Hat ne ganz schöne Verfolgungsjagd angezettelt... Bin froh, dass wir das alles gemacht haben, verdammt froh!

Pause.

Wie immer... vertrau ihm. Bastard... Vertrau ihm... Nee! Gut! Hat sich kein bisschen geändert... Nee, nein, nein , nein... nein, nein, nein... Sag mal, echt was Schreckliches für dich hier, war dieser Typ nicht dein Kumpel? Scuttler... „Der Krebs“... Ja, na los, na los, du erinnerst dich. Weiter, wieso kannst du nicht! Er sah schon ziemlich komisch aus. Eddie. Er. Du weißt schon... hat ne Weile gesessen. Ja? Du sagst es, du sagst es. Ja... jedermanns Kumpel. Gut. gut. Oh... Stell dir vor. So ein Arschloch und du hast ihn geliebt.... So mies. Er war nur so ein... Spinner dachte ich. Schuldigung, aber nein, ist mir eigentlich egal. Menschen eben, irgendetwas bringt dich auf die Palme, weißt du, du wartest nicht ... die ganze Zeit darauf, dass es dich aufheitert. Schlimm, wenn man muss, wenn man muss, ... was für ein mieser Zug von so einem beschissenen Snob! Bisschen außer Kontrolle, seiner Zeit, Eddies.... verfluchter Nachbar, der fuchtelte rum mit seinem.... so ein Verrückter, fuchtelte mit seinem Bajonett rum... du erinnerst dich... ist damit auf den
Zaun losgegangen... hat wie verrückt gebrüllt... lauter Scheiß über den Krach, den wir angeblich machen... Erinnerst du dich?

Pause.

So.. ja, schau mal wer...! Trauriger Anblick! Schleppt sich so dahin... Wie geht es dir? Der Mann selbst... Also warum haben wir nicht... ja! Erzähl mal, erzähl mal, haben nichts gehört, nie gehört, nein... Schiff, Gerüchte, Gerüchte, ja Oh... ich? Wie es mir geht? Setz dich, Kumpel, setz dich. Ah das tut gut das... Ja, tut so gut, jemand muss verdammt noch mal zahlen! Das gibt’s nicht umsonst!

Pause.

Nein... Laura? Nicht? Dunkles Haar... hat gearbeitet... tolle Frau... Nein? Sieht gut aus. Sie hat hinter der Theke gearbeitet hier... steckte eigentlich mehr in ihr, aber Naja. Ja, also nach der Sache zwischen uns, während, ich weiß nicht. Hätte mir... vielleicht mehr Mühe geben sollen, wenn ich so dran denke... hab’s auf die leichte Schulter genommen, schätze ich, aber... Hat ein paar Mal nach dir gefragt. Ja, wenn ich ihr über den Weg laufe, was du so machst, nein, sie hat... sie hat...

Pause.

Was noch... richtig... nein... nein, nein, nein... du kennst mich... würde mir keine Sorgen machen. Aber wohl ein paar Schuldgefühle, hm! Volltreffer, nicht? Haben uns um das Boot von dem Typen gekümmert... Was war das, davon abbringen.... du hattest so was Mitleiderregendes. Ahhh... Nein... nein, nein, nein.... Es täte dir leid, hast du gerade gesagt! Ich erinnere mich genau, perfekt.... ein wunderschöner verdammt perfekter Tag, erinnere mich genau...

Pause.

Nein... brauchst dir keine Sorgen um mich zu machen...

Pause.

Dein Problem kennen? Nein, erzähl mir nicht davon, Dein Problem. Meine Güte! Seit ich dich kenne Kumpel. Seit damals. Wenn du dich an jemanden klammerst, musst du dich losreißen... Ja, hab davon gehört, hab davon gehört. Wird langsam ein bisschen langweilig, du langweilst allmählich alle. Nein, sag ich dir nicht. Ist einfacher so. Also jetzt weißt du es ja! Nein... will machen... dabei wird das nicht... Bastard für... dir zu Liebe ... geht dich nichts an... wo habe ich das schon mal gehört...? Gut, gut. Was hat sich geändert? Bringt dich zum Lachen... alles was du tun kannst... sie erwürgen, beim erste Mal, das kannst du machen. Keine Zeugen...

Pause

Nee. Tut mir leid, Kumpel, meine Schuld, hab’s nicht so gemeint. Nein, tut mir leid. Hätten wir schon lange ausdiskutieren sollen? Hm? Ja, tut mir alles sehr leid, hoffe du... weißt du, hoffe du kannst... uns verzeihen. Mach weiter... bitte... bitte...? Warum nicht? warum nicht, weiter... weiter... weiter, du...! Nee... das war ich. Gut für dich. Wusste, du würdest... He! Jetzt... ja, ich habe gedacht... also was ich mir überlegt habe... wie geht’s dir? Gut jetzt he... habe ich dich eigentlich schon mal zu dem alten Haus meiner Eltern mitgenommen? Nein, nein, nein... hab noch was vor... nein... nee...

Pause.

Lach jetzt. Kannst du nicht...? Ich kann. Mach schon, alter Sack. Nein... nicht sehr lustig für dich, schätze ich, stell ich mir nicht vor. Ja war sie. Zauberhaft. Tut mir nicht Leid wegen ihrer Hoffnung. Sie ist ein großes Mädchen, hat jede Minute davon genossen, hat sie sowieso. Gut für sie. Die Glückliche, ein bisschen Aufmerksamkeit, immer ein bisschen .. ein bisschen Spaß, gut für sie. Gefällt mir! Soll sie ihren Moment haben. Das? Ach weißt du... du bist mit ihm weg... Krebsmann, Verdammter Krebs-Dummkopf... Krebsgeschwür... Nein... tut mir wirklich leid. Hab vergessen, was ihm passiert ist... Weg. Da gibt’s nichts mehr zu sagen. Armes Schwein. Ja. Ja traurig... nein, nein, nein nicht traurig. Du bist weg, oder? Keiner erinnert sich. Aber keine Probleme mehr. Erledigt... Wird... es wird... es ist! Weißt du? Ja... Ja!

Pause.

Letztes Mal? Letztes Mal, ja, wann...? Lachen. Warum nicht! Los! Beschissene Nacht! Klopf, klopf, denke... „Oh Gott. Still Susan, da ist er.“ Kein einziges Wort. Ich denke „Sag es! sag etwas- sag es, na los!“ Dann lass ihn schmollen, den Bastard...Sturm... War, war ich? Wer sagt das! Laura sagt das, oder nicht? Dass ich es dir sagen soll! Nein! Oh vielleicht, aber... Macht das einen Unterschied, ob ich es sage? Schließlich, na los, du wusstest selber, dass da diese Sache zwischen uns war... war nicht nötig, dass ich’s unter die Nase reibe. Die ganze Zeit schmollen.... ja... wusste, dass ihr beide da was laufen hattet, aber ... wer hat sie aufgerissen? Ich! Keine große Tat. Hatte was, ist nicht passiert, Kumpel. Ja richtig... was passiert ist, ist passiert. Hat mit mir nichts zu tun. Bloß ein bisschen erwachsen werden, nicht, musstest nur ein bisschen erwachsen werden, das ist alles... mit allem zurechtkommen, aber... du merkst jetzt, ich.. es ist gar nicht so schlecht. Ich meine... Ich habe... das immer wirklich bewundert, eins davon. An dir. Also so ein komischer Kerl zu sein, wie du eben sein kannst, also wie ... ja diese Seite so ernst nehmen. Wenige Prinzipien! Meine... du weißt schon. Ich meine... ob sie... dich verdient hat... auf jeden Fall. Ja bist du! Mein ganzes Ich, ich bin nur ein hohler Typ, mein Glück. Ganz und gar. Also mach dir keine Sorgen. Klar! Okay, hör jetzt einfach auf damit. Halt die Klappe! Du machst weiter, nicht. Hör es immer noch... hör es immer noch.... ne... das erzähl ich dir später... hör es... immer noch....
ENDE

Veranstaltungsankündigung

Kraftfelder

30.11 - 2.12.2017 in Köln

2017 will LaDOC unter dem Begriff
Kraftfelder über die Strahlkraft künstlerischer Impulse nachdenken. Dabei geht es sowohl um individuelle Positionen, als auch um konkrete Arbeitszusammenhänge, Projekte und Netzwerke.

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Ankündigung

Ein Jahrhundert Ophüls – Filmgeschichte von Max Ophüls bis Marcel Ophüls

Symposium vom 13. -17. November 2017 in der FH Dortmund und der KHM Köln

Max Ophüls und Marcel Ophüls - Vater und Sohn - zählen zu den großen international anerkannten Filmregisseuren des deutschen, französischen und amerikanischen Kinos im 20. Jahrhundert.

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Ankündigung

DOKFENSTER KÖLN 2017

12 x Dokumentarfilm für Kölner Schulklassen
Montag, 20. November bis Freitag, 24. November 2017
im Kino Filmpalette, Lübecker Straße 15, 50668 Köln (Haltestelle U- und S-Bahn Hansaring / U-Bahn Ebertplatz)

Programmflyer

Das DOKFENSTER KÖLN öffnet innerhalb des Kinderfilmfests CINEPÄNZ wieder ein Fenster mit dokumentarischen Filmen und lädt Kölner Schulklassen ins Kino ein.

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Neuerscheinung Band 20,
Texte zum Dokumentarfilm

Sichtbar machen.
Politiken des Dokumentarfilms

 

"Der Film zeigt nicht nur Bilder, er umgibt sie auch mit einer Welt." Gilles Deleuze zufolge zeigt sich das Verhältnis von Bild und Welt vielgestaltig. Dieser Heterogenität entsprechend lassen sich die dokumentarischen Formen des Sichtbarmachens deuten. Zum Kernbestand dokumentarischer Ästhetik wie dokumentarischer Politik gehört es, Aufmerksamkeit dorthin zu lenken, wo sie zuvor fehlte.

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Audio-Dokumentation

Das NRW-Filmerbe

Neben dem Abschlussbericht dokumentieren wir das dfi-Symposium zum NRW-Filmerbe mit Tonaufnahmen der Vorträge und Panels.

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