Die Farbe des Geldes - Dokumentarfilme zur New Economy

Veranstaltung der dfi im Kölner Filmhaus,
am 26. / 27. Januar 2001

Der Börsenboom hierzulande resultiert aus einer demokratischen Euphorie, die auch von den manisch-depressiven Fieberkursen kaum gedämpft wird. Start-Up's, Kursphantasie und New Economy entwickelten sich so schnell zu Alltagsbegriffen, daß manche Firmengründung kaum hinterherkam. Unternehmer sind über Nacht zu neuen Leitfiguren geworden, während die Politik tapfer um ihre Bedeutung kämpft.

Doch während die elektronischen Medien dieses Geschehen sekundieren, tut sich der Dokumentarfilm merklich schwer mit diesem Thema. Die Gründe hierfür liegen nicht nur in der Rasanz der Entwicklung, sondern sind allgemeinerer Natur. Sie reichen von grundsätzlichen Problemen bei der Visualisierung ökonomischer Strukturen über historische Traditionen des Dok-Films bis hin zur Aufmerksamkeitsverweigerung der Protagonisten.

Dennoch sind eine Reihe bemerkenswerter Filme zu diesen Themen entstanden. Sie zeugen von den Schwierigkeiten bei der Produktion dokumentarischer Bilder (Il Caso Mattei, Roger & Me), der Repräsentationskrise (Die Seele des Geldes) und dem Mythos der Börse, der entblättert (Wall Street, The Midas Formular) und in den Alltag überführt werden soll (Die EM-TV-Story, Day Trader).

Die Tagung führt in die Filme ein und vertieft das Thema mit zwei Vorträgen und einem Werkstattgespräch. Darin kommen auch Vertreter der Printmedien, die sich diesem Bereich widmen, zu Wort. Denn die Frage nach der Darstellung von unsichtbaren Vorgängen, von "invisible hands", macht auch vor den Mediengrenzen keinen Halt.  

Konzeption: Mathias Heybrock, Jürgen Keiper und Petra L. Schmitz


Eine Veranstaltung der Dokumentarfilminitiative. Gefördert vom Land NRW.


Kontakt und Information:
Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW
Petra L. Schmitz
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Tags: Themen: Farbe des Geldes Veranstaltungsart: Alle Veranstaltungsart: Filmreihen Schlagwort: Ökonomie Schlagwort: Visualisierbarkeit