Band 12

Kino des Sozialen

wisemanDie Dokumentarfilme von Frederick Wiseman

Hg. von Eva Hohenberger
Berlin 2009, 220 Seiten, € 19,--

ISBN: 978-3-940384-14-0,

Mit Beiträgen von Christine Noll Brinkmann, Giovanna Chesler, Eva Hohenberger, Bill Nichols, Bert Rebhandl, Dave Saunders, Markus Stauff, Brian Winston.

Zum ersten Mal widmet sich ein Buch in deutscher Sprache dem einzigartigen Werk des amerikanischen Dokumentaristen Frederick Wiseman (*1935 Boston, Mass.). Wisemans Œuvre, über vier Jahrzehnte hinweg entstanden, umfasst bislang 36 Arbeiten und stellt in seiner Komplexität und Integrität ein außergewöhnliches filmisches Portrait der USA dar. Wiseman hat eine unverwechselbare Homogenität in Stil und Thematik entwickelt – bevorzugte Objekte seiner Beobachtungen sind staatliche und private Organisationen, aber auch Städte und größere geographische Räume.

Hier dokumentiert Wiseman die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten, Lehrern und Schülern, Verkäufern und Kunden, Wissenschaftlern und Affen, Soldaten und Maschinen. Die Beiträge des Bandes nähern sich den Dokumentarfilmen von Frederick Wiseman aus unterschiedlichen Perspektiven. Analysiert werden die historischen Ausgangsbedingungen von Wisemans Karriere, die visuellen und auditiven Strategien seiner Arbeiten und seine spezifische Form der Repräsentation von Institutionen. Gefragt wird nach den Bedingungen der Rezeption von Filmen ohne Helden, der Beziehung zwischen Privatsphäre und dokumentarischem Film und dem Stellenwert von Humor und Empathie in Wisemans Werk.

Eine Filmographie sowie eine ausführliche Bibliographie runden den Band ab.

Die Herausgeberin, Eva Hohenberger, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum.

Inhalt

  • Einleitung
  • Wiseman in den sechziger Jahren
  • Frederick Wiseman und das öffentliche amerikanische Fernsehen in den siebziger Jahren
  • Der Autor Wiseman – Fragen dokumentarischer Autorenschaft
  • Institutionen in den Filmen von Frederick Wismasn und in US-amerikanischen Fernsehserien
  • Die Dokumentarfilme von Frederick Wiseman: Theorie und Struktur
  • Frederick Wiseman und die beobachtende Tonspur
  • Komik in den Filmen von Frederick Wiseman
  • Zuschauerempathie und Mosaikstruktur in Wisemans PRIMATE
  • Filmographie
  • Auswahl-Bibliographie

"... Das von Eva Hohenberger in der dfi-Reihe "Texte zum Dokumentarfilm"  herausgegebene Buch ist die erste Veröffentlichung über Wiseman in deutscher Sprache. Die Mehrzahl der Autoren präsentiert Analysen zu Wisemans Filmen, die in den filmtheoretischen und philosophischen Debatten in Europa verankert sind. Ihre Einordnungen eröffnen gerade wegen ihrer unterschiedlichen Ausrichtunge neue Sichtweisen. ..."
(film-dienst, Heft 24 / 2009)

" ...Erstmals deutschsprachig aufgelegt sind diese Texte eine Reverenz vor dem einzigartigen Schaffen eines Dokumentaristen und darüber hinaus ein Handbuch zum Dokumentarfilm. ..." 
(Gita Wagner, Rundbrief Film- und Medienbüro NS, 3 / 2009)

"Dass nun auch in deutscher Sprache ein monographischer Band zum Werk des amerikanischen Dokumentaristen Frederick Wiseman vorliegt, ist gleichermaßen erfreulich wie signifikant für eine neuerliche Renaissance realistischer, nunmehr allerdings höchst gebrochener und reflexiver Ästhetiken. ..."
(Norbert  M. Schmitz, in: MEDIENwissenschaft 1 / 2010)

Leseprobe

 

Veranstaltungsankündigung

Kraftfelder

30.11 - 2.12.2017 in Köln

2017 will LaDOC unter dem Begriff
Kraftfelder über die Strahlkraft künstlerischer Impulse nachdenken. Dabei geht es sowohl um individuelle Positionen, als auch um konkrete Arbeitszusammenhänge, Projekte und Netzwerke.

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Ankündigung

Ein Jahrhundert Ophüls – Filmgeschichte von Max Ophüls bis Marcel Ophüls

Symposium vom 13. -17. November 2017 in der FH Dortmund und der KHM Köln

Max Ophüls und Marcel Ophüls - Vater und Sohn - zählen zu den großen international anerkannten Filmregisseuren des deutschen, französischen und amerikanischen Kinos im 20. Jahrhundert.

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Ankündigung

DOKFENSTER KÖLN 2017

12 x Dokumentarfilm für Kölner Schulklassen
Montag, 20. November bis Freitag, 24. November 2017
im Kino Filmpalette, Lübecker Straße 15, 50668 Köln (Haltestelle U- und S-Bahn Hansaring / U-Bahn Ebertplatz)

Programmflyer

Das DOKFENSTER KÖLN öffnet innerhalb des Kinderfilmfests CINEPÄNZ wieder ein Fenster mit dokumentarischen Filmen und lädt Kölner Schulklassen ins Kino ein.

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Neuerscheinung Band 20,
Texte zum Dokumentarfilm

Sichtbar machen.
Politiken des Dokumentarfilms

 

"Der Film zeigt nicht nur Bilder, er umgibt sie auch mit einer Welt." Gilles Deleuze zufolge zeigt sich das Verhältnis von Bild und Welt vielgestaltig. Dieser Heterogenität entsprechend lassen sich die dokumentarischen Formen des Sichtbarmachens deuten. Zum Kernbestand dokumentarischer Ästhetik wie dokumentarischer Politik gehört es, Aufmerksamkeit dorthin zu lenken, wo sie zuvor fehlte.

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Audio-Dokumentation

Das NRW-Filmerbe

Neben dem Abschlussbericht dokumentieren wir das dfi-Symposium zum NRW-Filmerbe mit Tonaufnahmen der Vorträge und Panels.

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