Band 11

Filmische Mittel, industrielle Zwecke

Schnitte in Zeit und RaumDas Werk des Industriefilms

Hg. von Vinzenz Hediger und Patrick Vonderau
Berlin 2007, 350 Seiten, € 19,--

ISBN 978-3-930916-82-5

Mit Beiträgen von Thomas Elsaessser, Edward Dimendberg, Petr Szczepanik, Ramón Reichert, Mats Björkin, Yvonne Zimmermann, Martin Loiperdinger u.a.

Während der Dokumentarfilm zumindest dem Anspruch nach Wirklichkeit darstellt und erschließt, ist der Industriefilm – ob nun als Herstellungsfilm, als Imagefilm oder als Schulungsfilm für den firmeninternen Gebrauch – immer schon damit beschäftigt, Wirklichkeit hervorzubringen: also bestimmte Handlungen und soziale Strukturen zu produzieren, indem er Diskurse in Formen der Organisation überführt. Tatsächlich könnte man den Industriefilm – zusammen mit anderen Gattungen des Auftragsfilms – als das verdrängte Andere des Dokumentarfilms bezeichnen.

In einer Reihe von Überblickstexten, Fallstudien und Interviews bringt dieser Band die verschwiegene Selbstverständlichkeit zur Sprache, mit der Industriefilme ihre Arbeit verrichten. Dabei betreten die Beiträge durchaus Neuland. Thematisiert werden wichtige historische Schnittstellen in der Entwicklung des Industriefilms, einzelne Stilmittel und Techniken sowie der Zusammenhang von Urbanität, Industrie und Film.

Der Herausgeber Vinzenz Hediger ist Alfried Krupp von Bohlen und Halbach -Stiftungsprofessor an der Ruhr-Universität in Bochum; Patrick Vonderau ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität in Bochum.

… Lange blieb der Industriefilm von der Wissenschaft so gut wie unbeachtet, wurde er in den Blick genommen , so – laut Hediger und Vonderau – haben ’die traditionellen Ansätze der Filmwissenschaft versagt’ (S. 12).Die Autoren und Herausgeber haben aus dieser Not eine Tugend gemacht und eröffnen in ihrem Band eine Art Versuchsfeld: Sie nähern sich der 'flüchtigen Gattung’ interdisziplinär und mit unterschiedlichen methodischen Zugängen. …“
(Rundfunk und Geschichte, 33. Jhrg., Nr. 3-4/2007)

 Leseprobe

 

Neuerscheinung Band 20,

Texte zum Dokumentarfilm

Sichtbar machen.
Politiken des Dokumentarfilms

"Der Film zeigt nicht nur Bilder, er umgibt sie auch mit einer Welt." Gilles Deleuze zufolge zeigt sich das Verhältnis von Bild und Welt vielgestaltig. Dieser Heterogenität entsprechend lassen sich die dokumentarischen Formen des Sichtbarmachens deuten. Zum Kernbestand dokumentarischer Ästhetik wie dokumentarischer Politik gehört es, Aufmerksamkeit dorthin zu lenken, wo sie zuvor fehlte.

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Audio-Dokumentation

Das NRW-Filmerbe

Neben dem Abschlussbericht dokumentieren wir das dfi-Symposium zum NRW-Filmerbe mit Tonaufnahmen der Vorträge und Panels.

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